Main-Post vom 27.05.2013

Henkelpott-Premiere für den Bazi

Eindrücke der Ostheimer Bayern-Fans beim Endspiel in London

„Das Spiel war klasse, das Stadion gigantisch, das ganze Umfeld total toll!“ FC-Bayern-Fan Olaf Sippach aus Ostheim ist noch zwei Tage nach seinem Besuch im Londoner Wembley Stadion beim Champions-League-Finale elektrisiert. Müde ist er natürlich auch.

Der 45-Jährige, Verwaltungsbeamter in der Baurecht- und Denkmalschutzabteilung im Landratsamt sowie Schriftführer des 263 Mitglieder zählenden Fanclubs Rhön Bazis 96 Ostheim, hatte eine der wenigen begehrten Eintrittskarten für das „German Endspiel“ bekommen.

Davor war Sippach schon dreimal live bei Champions-League-Endspielen der Bayern dabei, dummerweise hatte er immer Niederlagen gesehen. „Ich will als Fan unbedingt mal diesen Henkelpott mitgewinnen“, hatte er im Vorfeld erklärt.

Sein Traum ist wahr geworden. Die ersten 20 Spiel-Minuten, gesteht er, sei er allerdings schon sehr angespannt gewesen. „Da waren die Dortmunder sehr stark“. Ab der zweiten Halbzeit ging's Sippach dann besser. Das 2:1 sei „Erlösung pur“ gewesen. Mitzuerleben, wie der „zuvor verfluchte Robben zum Held wurde“. Man habe sich umarmt, getanzt, geweint. „Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, gibt Sippach überzeugt zu Protokoll.

Bis Mitternacht seien sie im Stadion geblieben, hätten den Spielern beim Feiern zugesehen, selbst mitgejubelt – alles nüchtern übrigens, denn für die Zuschauer gab's im Stadion nicht mal alkoholfreies Bier. Anschließend feierten sie rund ums Stadion.

„Das war schon toll“, so Sippachs Resümee. Getroffen hat er unter anderem Matthias Steiner, Olympiasieger im Gewichtheben von 2008, und selbst absoluter Bayern-Fan. Mit Dortmund-Fans dagegen gab es kaum Berührungspunkte. Vor dem Spiel hätten sich die BVB-Fans in der Innenstadt, die Bayern-Fans am Stadion getroffen. Das sei von der Polizei sehr gut und auch entspannt geregelt worden, spricht der Ostheimer den Organisatoren sein Lob aus.